Montag, 2. Dezember 2013

George, der aus dem Buckingham Palace kam


 
Auch dieses Jahr schafft es ein Mitglied der britischen Königsfamilie in den Adventkalender. Natürlich niemand Geringeres als der kleine Prinz George. Es gab wohl keine Geburt 2013, die mit so viel Medienrummel verfolgt wurde. Und nicht zu vergessen: das „spannende“ Warten auf die ersten Bilder vom damals noch namenlosen Baby… Und dann waren sie da. Und wie hat der kleine Fratz ausgesehen? Na wie ein typisches Baby eben: schlafend und zerknautscht. Ich frage mich, was die Leute erwartet haben? Dass es mit Krönchen geborgen wird? Wenigstens Papa Will nahm die ganze Sache mit Humor: „He’s got already more hair than me.“

Natürlich wurde beinahe noch im Moment der Geburt darüber spekuliert wie lange es denn dauern würde, bis Kate den Babyspeck wieder loswerden wird. Als sie das Krankenhaus verließ, bemerkte eine Reporterin, dass sich unter dem Kleid von Kate doch tatsächlich noch der Babybauch abzeichnet. Welch‘ Wunder – hatte sie doch „schon“ vor 48 Stunden ein Kind zur Welt gebracht! Die Reporterin hatte ja gut reden, sie sah man nur von der Schulter aufwärts.
Offiziell heißt das kleine Kind George Alexander Louis of Cambridge. Bis er den Namen schreiben kann, ist er schon fast in der Mittelschule. Er hat sogar schon ein eigenes Nomen konnotiert: der „Prince George Effect“ – kein Scherz! In Kates Heimatstadt wird eine (hässliche) Tasse mit dem Taufwappen in großen Mengen verkauft. Und die gehen dank dem kleinen Georgie weg wie die warmen Semmeln. Wer sich so etwas zu Weihnachten wünscht, sollte sich allerding beeilen, denn es gibt eine limitierte Stückzahl. 1000 Stück Erstauflage und dann werden 1 Million Stück nachproduziert – vermutlich.
Es gibt aber nicht eine hässliche Tasse, nein, man kann Klein-George auch als Puppe kaufen. Ich stelle mir das sehr unheimlich vor: Wenn in Georges Bettchen eine Puppe neben ihm liegt, die aussieht wie er!
Besonders gerne höre ich auch immer, wie toll es ist, dass Kate ihren Job (als Prinzessin auf der Erbse?) und die Kindererziehung unter einen Hut (war der vielleicht hässlich, den sie bei der Taufe getragen hat!) bringt. Wenn ich 5 Nannies, 10 Putzfrauen und 3 Assistenten habe, schaffe ich das auch – und trage ganz nebenbei einen Hut, der chic ist. Und sollte ihr das Geschrei des kleinen Thronfolgers einmal zu viel werden, dann kann sie immer noch sagen: „Schatz, du könntest doch deinen Onkel Harry mal wieder besuchen.“ Und entweder sie schickt ihn vor 16. Dezember noch zu ihm auf den Südpol, um Pinguine zu streicheln, oder danach wird ihn Onkel Harry sicher gerne mit einem Whiskey getränkten Schnuller in den Schlaf lullen.    

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