Mittwoch, 4. Dezember 2013

Schluss mit Drogen und Serienmördern


Im Sommer/Herbst dieses Jahres gingen 2 beliebte Fernsehserien zu Ende: Dexter  und Breaking Bad. Erstere hat es auf 8 Staffeln gebracht, wobei die Stimmen die Serie zu einem Ende zu bringen in den letzten beiden Jahren immer lauter wurden. Das Konzept von Dexter war zu Beginn der Serie etwas Neues: Basierend auf dem ersten Buch Darkly dreaming Dexter von Jeff Lindsay, ist der Protagonist ein Bösewicht: ein Serienkiller in Miama. Aber natürlich ist er nicht ganz böse, denn er hat einen Kodex: Er tötet nur Menschen, die selbst Mörder sind und ihrer gerechten Strafe entgangen sind.  Er ist sozusagen der Robin Hood oder Batman unter den Serienmördern. Die Serie wird mit Hilfe von Voice Overs aus der Sicht von Dexter erzählt (ganz dem Buch nachempfunden), wodurch es den Zusehern leichter fällt, sich mit einem Killer zu identifizieren. Das Konzept war erfrischend anders und fand bald eine große Anhängerschaft. Aber nach 8 Jahren des Mordens wurde man der Sache langsam überdrüssig. 

Als regelmäßiger Zuseher war man der Meinung, dass es nicht wirklich ein anderes Ende als Dexters Tod geben könnte. Immerhin würde er sich nicht von heute auf morgen zum Gutmensch entwickeln und das Morden sein lassen, und am Leben konnte man so einen Menschen doch eigentlich auch nicht lassen – egal wie „edel“ seine Motive sein mögen. Das wäre moralisch (vor allem in den USA) doch nicht vertretbar. Und dann… SPOILER! … dieses Ende. Das Ende mit dem keiner wirklich gerechnet hat, und das niemand wirklich mochte. Dexter lebt weiter – zwar irgendwo in Alaska, aber trotzdem. Grizzly Bären nehmt euch in Acht, ein Serienmörder im Hawaii Hemd geht um! 

Wesentlich befriedigender war da der Schluss von Breaking Bad. Walt White – der bürgerliche Chemielehrer mit Diagnose Krebs, der zum skrupellosen Drogenboss mutiert – wurde einem würdigen Ende zugeführt.  Und zum ersten Mal in meinem Leben als Serienjunkie hat meine Lieblingsfigur überlebt.
Ich will gar nicht erst versuchen etwas Negatives über die Serie zu sagen. Schließlich ist sie so gut, dass sie einem innerhalb der ersten 5 Minuten vergessen lässt, dass es ja Hal aus Malcom in the Middle ist, der da in Unterhosen in der Wüste steht. 

Was die Kritik an der Serie betrifft, sie würde Drogen verherrlichen, der hat wohl nicht aufgepasst. Liebe Leute, es handelt sich hier nicht um Reich und Schön, hier muss man hin und wieder mitdenken!
Mit dem Ende dieses anspruchsvollen Stückes Fernsehunterhaltung bleibt nur zu hoffen, dass „Über-Vince“ Gilligan noch mehr solcher Babies zur Welt bringen wird, und Hank (Dean Norris) nicht bis zum Ende seiner Tage Under the Dome gefangen bleibt. Aber wer weiß, vielleicht wird er dort mit einer netten Frau ver-kuppelt! (schlechter Wortwitz!)

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